Stefan George und Wilhelm Röpke über – und gegen – die Massengesellschaft

Studia Neofilologiczne, X (2014), S. 35-52 (PDF)

Stefan George (1868-1933) führte verbalen „Krieg gegen das zur Masse gewordene Volk“[1]. Viele Gedichte namentlich des Spätwerks zeugen von seinem Widerwillen gegen die Großstadt und deren Einwohnerschaft; hinzu kommen einschlägige Äußerungen in Briefen und Gesprächen, soweit letztere von der Erinnerungsliteratur überliefert werden. Auch der Nationalökonom Wilhelm Röpke (1899-1966), dessen bekannteste Schriften – Die Gesellschaftskrisis der Gegenwart und Jenseits von Angebot und Nachfrage – über die Grenzen der Wirtschaftstheorie hinaus weit in die kultur- und staatsphilosophische Reflexion reichen, war der Massengesellschaft abhold. Wo zwei so unterschiedliche Persönlichkeiten den Griffel über ein- und dasselbe Problem führen, wird es interessant sein zu sehen, wie sich deren Bestandsaufnahmen und Therapie-Vorschläge gegeneinander verhalten. Ebendies soll im Folgenden geschehen.

I

Die Markt- und Unternehmerwirtschaft im unter Führung des George verhaßten Preußen[2] neu- oder wiedergegründeten[3] Deutschen Reich legte die materiellen Grundlagen für gewaltige Fortschritte in Wissenschaft und Technik, durch die sie ihrerseits voran- und emporgetrieben wurde. Schon vor dem Ersten Weltkrieg war von „Amerikanisierung“ die Rede: Emil Rathenau gründete die Allgemeine Electricitäts-Gesellschaft (AEG) und versorgte die Hauptstadt mit einer neuartigen Beleuchtung, ohne hinreichend über eigenes Kapital, geschweige denn eine ausreichende Menge von Interessenten zu verfügen – er schuf sich seinen Markt durch verbilligte Tarife, was als frühes Beispiel moderner (amerikanischer) „market creation“ gilt[4] –; mit der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft(Vorläuferin der Max-Planck-Gesellschaft) wurden Großforschungsinstitute nach US-amerikanischem Vorbild gegründet[5]; die Frauen Deutschlands verlangten (je nach Bundesstaat bis 1891 oder länger vergeblich), an Universitäten zugelassen zu werden, mithin ebenjenes Privileg zu genießen, das Amerikanerinnen seit der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts genossen[6]; Erwerbsorientierung, Überhastung, Hektik wurden beklagt und mit dem Leben jenseits des Großen Teichs assoziiert.[7] Die Städte schwollen an – allen voran Berlin, das den Beinamen „Spreechikago“ erhielt[8].

Dem in Bingen am Rhein aufgewachsenen George war die Entwicklung ein Ärgernis. Der Dichter erklärte sich zum „Feind des neunzehnten Jahrhunderts“[9], meinte, er müsse es in jedem seiner Jünger totschlagen[10]. Besonders die Bevölkerungsentwicklung mißhagte ihm. In den Blättern für die Kunst aus dem Jahr 1904 wurden „die ungeheuren menschenanwüchse dieser zeit“[11] beklagt. Sie wurden im Wesentlichen durch die Revolution in der Agrikulturchemie ermöglicht, waren also – aus Sicht Georges – wenigstens ein Mitverschulden Justus von Liebigs[12]. So taucht der Chemiker denn auch in Georges Band Der Siebente Ring auf. Das auf ihn gemünzte Gedicht trägt den Titel „Verführer: I“; nachfolgend die erste von zwei Strophen:

„Streut diesen Sand und zweimal könnt ihr keltern
Und dreschen und das vieh ist doppelt melk,
Nun schweigt und spottet eurer kargen eltern…“
Doch übers jahr bleibt alles brach und welk. [13]

Der Einsatz von Kunstdünger („Streut diesen Sand“) ermöglicht eine bedeutende Steigerung der Erträge. Nach einer Pressemitteilung der Justus-von-Liebig-Universität Gießen könnte die Erde ohne chemische Hilfsmittel in der Landwirtschaft höchstens 1,5 Milliarden Menschen ernähren[14]. George hat das Objekt  seines Angriffs treffsicher ausgewählt.

Bemerkenswert ist: George mißtraute der Agrikulturchemie, obgleich zu seinen Lebzeiten der Chemiker Fritz Haber mit der Ammoniak-Synthese für einen weiteren gewaltigen Fortschritt sorgte[15]. Der doppelte – oder um ein anderes Maß gesteigerte – Ertrag sei nur um den Preis einer Erschöpfung des Bodens zu erzielen. Edgar Salin berichtet von einer Diskussion mit George, die dieser Frage und auch dem gegenwärtig besprochenen Gedicht gilt:

Schon im Siebenten Ring warnt George […] vor den „Verführern“, die doppelte Ernte und doppelte Kelter versprechen und in ihrem Aberwitz nicht an die Stunde denken, da die ausgesogene, geschändete Erde die Frucht verweigert. Im Gespräch zeigte er seinen ökonomisch gebildeten Freunden, dass diese Warnung auch im geistigen Sinne zu verstehen, doch zunächst naturhaft, fast landwirtschaftlich gemeint ist. „Hat man noch nirgends festgestellt“, fragt er einmal, „dass der Boden durch dauernde Zufuhr künstlichen Düngers sauer wird?“ Auf die Antwort, dass der Dünger-Wechsel diese Folgen ausschliesst, erwiderte er kurz: „Ausschliesst? Wenn Sie aufschieben sagen, mags zutreffen.“ [16]

Georges Haltung läßt auf eine erste Gemeinsamkeit mit Röpke schließen. Auch den Nationalökonomen ließ die Bevölkerungsexplosion im neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhundert befürchten, daß Robert Malthus dereinst rechtbehalten werde[17]. Mahnt Röpke, „den schon heute bedenklich gestörten Wasserhaushalt der Natur und die Symptome des Raubbaus am Boden gewissenhaft“[18] in jegliche Reflexion über Fragen der Massenernährung Eingang finden zu lassen, klingen seine Worte wie ein Widerhall dessen, was in Georges Gedicht „Der Mensch und der Drud“ das Fabelwesen[19] dem es aufstöbernden Jäger weissagt:

Wenn du den lezten meiner art vertriebst
Spähst du vergeblich aus nach edlem wild
Dir bleibt als beute nager und gewürm
Und wenn ins lezte dickicht du gebrochen
Vertrocknet bald dein nötigstes: der quell. [20]

Die Wette zwischen dem menschlichen Erfindungsgeist und seinem Vermehrungswillen ist also für den Dichter, wie auch für den Nationalökonomen mitnichten entschieden. Sie bleibt, einstweilen, offen. Wie Georges Wort „aufschieben“ Salin gegenüber richtig andeutet.

Freilich geht es dem Dichter nicht bloß um die Anzahl der Menschen um ihn. Weit schlimmer wirkt auf George, was er als Charakterdefizite seiner Zeitgenossen begreift. Eines von ihnen findet sich – als Spottsucht oder gedankenlose Verachtung voriger, über geringere Mittel wissenschaftlicher und technischer Art verfügender Generationen – bereits im Gedicht „Verführer: I“. Ausführlicher schildern jene Defizite die vier „antikisierte[n] Stanzen“[21] des gleichfalls im Siebenten Ring enthaltenen Gedichts „Die tote Stadt“. Es sei darum in extenso zitiert:

Die weite bucht erfüllt der neue hafen
Der alles glück des landes saugt · ein mond
Von glitzernden und rauhen häuserwänden ·
Endlosen strassen drin mit gleicher gier
Die menge tages feilscht und abends tollt.
Nur hohn und mitleid steigt zur mutterstadt
Am felsen droben die mit schwarzen mauern
Verarmt daliegt · vergessen von der zeit.

Die stille veste lebt und träumt und sieht
Wie stark ihr turm in ewige sonnen ragt ·
Das schweigen ihre weihebilder schüzt
Und auf den grasigen gassen ihren wohnern
Die glieder blühen durch verschlissnes tuch.
Sie spürt kein leid · sie weiss der tag bricht an:
Da schleppt sich aus den üppigen palästen
Den berg hinan von flehenden ein zug:

„Uns mäht ein ödes weh und wir verderben
Wenn ihr nicht helft – im überflusse siech.
Vergönnt uns reinen odem eurer höhe
Und klaren quell! wir finden rast in hof
Und stall und jeder höhlung eines tors.
Hier schätze wie ihr nie sie saht – die steine
Wie fracht von hundert schiffen kostbar · spange
Und reif vom werte ganzer länderbreiten!“

Doch strenge antwort kommt: „Hier frommt kein kauf.
Das gut was euch vor allem galt ist schutt.
Nur sieben sind gerettet die einst kamen
Und denen unsere kinder zugelächelt.
Euch all trifft tod. Schon eure zahl ist frevel.
Geht mit dem falschen prunk der unsren knaben
Zum ekel wird! Seht wie ihr nackter fuss
Ihn übers riff hinab zum meere stösst.“ [22]

Die Menschen der „menge“ leben für – und von – zweierlei: Gelderwerb und Vergnügungen nichtswürdigen Zuschnitts, ohne dauernde Befriedigung oder auch nur ein Maß zu kennen (Strophe I, Vers 4-5). Wie bereits die im Gedicht „Verführer: I“ Angesprochenen meinen sie, weniger gewinnorientierten und weniger hedonistischen Personen überlegen zu sein (Strophe I, Vers 6). Taedium vitae stellt sich ein (Strophe II, Vers 7-8, und Strophe III, Vers 1-2). Sie suchen Trost – oder auch nur Abwechslung? – bei den gesunden (Strophe II, Vers 4-5), da weniger dekadenten (Strophe III, Vers 3-4) Bewohnern der Festungsstadt oberhalb der jüngeren Siedlung am Hafen. Doch werden sie abgewiesen, weil sie als größere Gruppe gekommen sind, also je für sich, als Einzelner, keinen Entschluß gegen die „menge“ oder Mode finden konnten, und meinen, sich den Eintritt in ein besseres Leben erkaufen zu können (Strophe IV). Was sie während der Einlaß-Verhandlungen äußern, läßt auf neureiche Pracht-Liebe und eine gewisse Renommiersucht schließen (Strophe III, Vers 6-8).

Die Motiv-Verknüpfung von unstillbarem Erwerbsdrang und oberflächlicher Zerstreuung findet sich auch im Gedicht „Geheimes Deutschland“ aus dem Band Das neue Reich. Es ist in drei Teile gegliedert. Die zweite Strophe des ersten Teils lautet:

Wo unersättliche gierde
Von dem pol bis zum gleicher
Schon jeden zoll breit bestapft hat
Mit unerbittlicher grelle
Ohne scham überblitzend
Alle poren der welt: [23]

Wie Christophe Fricker meint, nehme der Dichter ein pathologisches Geschehen war: „Von der Gier getrieben dringt der Mensch in Bereiche ein, von denen ihn ehedem die Scham abgehalten hat.“[24] Dies sei ein Verhalten, das an Sucht gemahne[25].  Fricker weist damit auf eine psychologische oder – falls dergleichen Ansätze für weniger überzeugend gehalten werden: – psychologisierende Dimension Georgescher „Kapitalismus“-Kritik hin.

Im zweiten Teil des „Geheimen Deutschland“ folgen die flachen Vergnügungen; sie schlagen diejenigen, welche sich ihnen verschreiben, mit Blindheit:

In der Stadt wo an pfosten und mauereck
Jed nichtig begebnis von allerwärts
Für eiler und gaffer hing angeklebt:
Versah sich keiner des grossen geschehns
Wie drohte im wanken von pflaster und bau
Unheimlichen schleichens der Dämon. [26]

Das „wanken von pflaster und bau“ weist auf den Chiliasmus (oder Millenarismus) Georges, der im vorliegenden Aufsatz außer Acht bleiben möge[27]. Für die gegenwärtigen Zwecke reicht die Feststellung aus, daß für George oberflächliche Zerstreuungen die Menschen hindern, existential wichtige Sachverhalte wahrzunehmen – worin auch immer Letztere bestehen mögen. Darum taugen sie nicht zum Publikum, geschweige denn zum Gefährten eines Dichters.

Zur Renommiersucht gesteigerte Eitelkeit und parvenühaftes Betragen, wenigstens aber dasjenige, was George dafür hielt, bilden ein gern beharktes Objekt seiner Polemik. Dies zeigen neben dem Merkspruch „Verdrehtheit (Perversität) des Bürgertums“[28] aus den Blättern für die Kunst zwei Beispiele aus dem Zyklus „Das Zeitgedicht“, dem auch „Die tote Stadt“ angehört. Im Gedicht „Goethe-Tag“ heißt es: „Die festesmenge tummelt sich die gern / Sich schmückt den Grossen schmückend“[29]. Das (unvollständig zitierte) Verspaar unterstellt, daß das Interesse der – wieder wird das unbestimmte Kollektivum gesetzt, das auch im Gedicht „Die tote Stadt“ Verwendung fand – „menge“ am Werk des Dichters nicht der Liebe zur Sache, sondern dem Wunsch entspringe, sich selbst zu erhöhen. Das Nämliche geht im Gedicht „Nietzsche“ vor:

Blöd trabt die menge drunten · scheucht sie nicht!
Was wäre stich der qualle · schnitt dem kraut!
Und das getier das ihn [Nietzsche] mit lob befleckt
Und sich im moderdunste weiter mästet
Der ihn erwürgen half sei erst verendet!“ [30]

Die Sünde der – erneut wird der depersonalisierende Sammelbegriff gebraucht – „menge“ besteht in der lobenden Vereinnahmung Friedrich Nietzsches[31]. Sie erhöht sich damit – zum Nulltarif, da sie ihre Autosuggestion zu genießen vermag, ohne ihre Daseinsweise zu ändern, welche der Verfasser des Zarathustra als die der „Herde“ (oder „Heerde“) bezeichnet hätte[32]. George quittiert solches „blöde“, also im ursprünglichen Sinne des Wortes von Schwäche und Furchtsamkeit[33] bestimmte Verharren mit fünf animalischen Metaphern („trabt“, „qualle“, „getier“, „mästet“, „verendet“), die sämtlich auf die Menschen der „menge“ bezogen sind. Der Hinweis auf Schwäche und Furchtsamkeit korrespondiert dem vorletzten der zitierten Verse: der Hedonismus der Menge vollzieht sich „im moderdunste“, also einer von Verfall gekennzeichneten und/oder Verfall begünstigenden Atmosphäre (Dekadenz). Sie sei es, so der abschließend zitierte Vers, die den Philosophen in Wahnsinn und Tod getrieben habe.

Mit dem Aufruf von Lebensschwäche bei übergroßem Hedonismus wird Georges Abneigung dem Bürger als Typus gegenüber erreicht. Der Dichter beschreibt den Bürger als unfähig oder zu feige, tiefere Passagen im Werke Shakespeares nachzuempfinden, sowie als jemanden, der in seiner Bravheit Beschränkung finde[34]  – eine weitere psychologisierende „Kapitalismus“-Kritik von Seiten Georges. Die verachtete Masse wird zu nicht geringen Teilen von Bürgern gebildet, und die Bürger sind durch „ihre“ Wirtschaftsweise und Staatsphilosophie, sowie durch den Fortschritt in Wissenschaft und Technik, der durch sie ermöglicht wird, für das Anschwellen der Menge verantwortlich. Deshalb wollte George das „bürgerliche“ neunzehnte Jahrhundert eliminieren[35]. Und mit ihm die Masse selbst. Wenigstens aber wünschte er die Einwohnerschaft des Deutschen Reiches von siebzig auf dreißig Millionen zu reduzieren[36]: „Keine Zinsen, keine Maschinen, keine Menschenmassen.“[37]

II

Röpke zeigt sich über die Masse nicht weniger entsetzt als George. Der Nationalökonom beklagt als Symptome chronischer Vermassung

die Verflachung, Einebnung, Unselbständigkeit, Herdenhaftigkeit [sic!] und banale Durchschnittlichkeit des Denkens, die wachsende Herrschaft der Halbbildung, die Zerstörung der notwendigen Hierarchie der geistigen Leistungen und Funktionen, die Zerbröckelung der Kulturpyramide und die Anmaßung, mit dieser Homo insipiens gregarius [sic!] sich zur Norm setzt und alles Feinere und Tiefere überwuchert. [38]

Diese Zeilen mit ihrem doppelten Nietzsche-Anklang[39] könnten auch von George stammen. Röpke fügt – darin nicht minder grundsätzlich als der „Donnerer“[40] – an, daß „der moralische Kompaß der Menschheit schwankt und die Sterne der Orientierung nach und nach erloschen sind“[41], weil Szientismus und die Selbstüberhebung der Masse die „Zerstörung des geistig-moralischen Wertsystems, das als ein Produkt der Jahrtausende unsere Kultur trägt“[42], hervorriefen. Schließlich führe „die Zerbröckelung des Systems der gesellschaftlichen Beziehungen“[43] zu allgemeiner „Unterintegration […], zu einem Defizit an Gemeinschaftsbindung, das die Menschen unglücklich macht, da es zur Vereinzelung, zur Kontaktlosigkeit und zur Entwurzelung Anlaß gibt.“[44] Röpke rundet seine Argumentation mit dem Bild der Massengesellschaft als eines Sandhaufens vereinzelter Menschen ab, das er einer kleineren Schrift von Max Weber entnommen hat. Allerdings bürstet es Röpke gegen den Strich: Während Weber am Beispiel der USA seiner Tage darlegt, daß eine moderne Industriegesellschaft „nicht ein Sandhaufen von Individuen“[45], sondern ein „Gewirr“ freiwilliger Verbände sei[46], die mehr oder weniger anspruchsvollen, exklusiven Charakter besitzen, hält ihm der reichlich drei Jahrzehnte jüngere Nationalökonom entgegen: „Die Massengesellschaft ist eben der Sandhaufen der Individuen, welche abhängiger als je, ungeprägter und unpersönlicher als je, zugleich isolierter, entwurzelter, verlassener, gemeinschaftsärmer, sozial disintegrierter sind als je.“[47]

Der kritische Bezug auf Weber bildet eine weitere Gemeinsamkeit zwischen Röpke und George. Der Dichter hatte den Soziologen im September 1910 persönlich kennengelernt, reagierte in seinem späteren Werk auf dessen Anschauungen[48]. Das gilt besonders für Webers berühmte – oder berüchtigte – These von der Entzauberung durch „zunehmende Intellektualisierung und Rationalisierung […]: das Wissen davon oder den Glauben daran: […] daß es […] prinzipiell keine geheimnisvollen unberechenbaren Mächte gebe […], daß man vielmehr alle Dinge – im Prinzip – durch Berechnen beherrschen könne.“[49] Wie Thomas Karlauf meint, liege im „Begriff «Entzauberung» […] der Schlüssel zum Verständnis dessen, was sich […] im Werk Georges als Gegenbewegung vollzog.“[50] In jedem Falle gilt: Weder George, noch Röpke haben sich von Webers Auffassung überzeugen lassen, das ungeordnete Geflecht von Verbänden unterschiedlicher Verbindlichkeit behebe die beklagte Vereinzelung. Und dies, obwohl Georges eigenes Tun, die Gründung seines „Staats“, der Kreise um ihn selbst und seine älteren Anhänger[51], für die Ansicht Webers spräche.

Eine dritte Übereinstimmung zwischen Röpke und George findet sich darin, daß beide im Ländlichen Linderung von den (tatsächlichen oder vermeintlichen) Übeln ihrer Zeit finden; auch beschwören beide dabei das Kindsein. Röpke zitiert zu diesem Zweck einen 1955 erschienenen Aphorismus von Josef Hofmiller:

Ein Kind in der Großstadt weiß überhaupt nicht, was das heißt: Kind sein. Kind sein heißt auf Wiesen spielen, zwischen Gräsern und Bäumen, Vögeln und Schmetterlingen, mit einem unendlich ausgespannten blauen Himmel, in einer großen Stille, in der das Krähen eines Nachbarhahns ein Ereignis ist, das Läuten zum Englischen Gruß, das Knarren einer Radachse. [52]

Das ist die Welt und Perspektive des kurzen Textes „Der kindliche Kalender“[53] und anderer Stücke, die George im Band Tage und Taten gesammelt hat. Sowohl der Nationalökonom, als auch der Dichter beklagen deren Zerstörung durch Verkehrs- und Industriebauten, Zersiedelung und Verstädterung[54].

III

Damit enden die Übereinstimmungen[55]. Wo George und Röpke die Ursachen für die Vermassung in den Blick fassen, beginnen sich ihre Diagnosen zu unterscheiden. Selbiges gilt für Ihre Vorschläge, was Remedien angeht.

Der Dichter machte den Bürger als Typus verantwortlich, dessen Orientierung am Geschmack der Masse, um möglichst hohe Gewinne abschöpfen zu können, und sein quantitatives Anwachsen bis zum Vorherrschend-Sein. Ironischerweise schlägt diese Auffassung auf George selbst zurück. Denn auch er war Sohn eines Bürgers, lebte nicht zuletzt von dem (mäßigen) Vermögen, das sein Vater erhalten und erwirtschaftet hatte[56]. Die Mitglieder seines „Staats“ zählten zum Bürgertum, wie Edith Landmann George gegenüber einzuwenden wußte.[57] Und selbst oberflächliche Freude am Renommieren war dem Dichter – wenigstens in seinen jüngeren Jahren – keineswegs fremd[58]. Tu quoque, Stefane!

Es ist schwer zu sagen, ob und in welchem Umfang Georges Entschlüsse durch das Épater le bourgeois als einer willentlich befolgten Strategie bestimmt wurden. Falls ja, wären sie der Mode ihrer Zeit gefolgt und somit einem weiteren Tu quoque gefährlich nahe gekommen, da George sich zwar nicht nach dem Geschmack der Masse, wohl aber jenem einer bedeutenden Fraktion unter den Dichtern, Schriftstellern, bildenden Künstlern und Intellektuellen in Wilhelminismus und Interbellum, sowie den Vorlieben eines über die Jahre wachsenden Anteils des gebildeten Publikums gerichtet hätte. George freilich ließ sich von dieser möglichen Unstimmigkeit kaum bekümmern, wie er auch in seiner bürgerlichen Bürger-Feindschaft kein Problem logischer Art erblickte: Er unterschied schlankerhand zwischen älterem, noch anständigem Bürgertum und dessen neuerer, durch die ungemein dynamische Markt- und Unternehmerwirtschaft im letzten Viertel des neunzehnten Jahrhunderts verdorbener Abform; seine Anhänger seien etwas bloß vereinzelt Vorzufindendes[59].

In jedem Falle bleiben für George Markt- und Bürgerfeindschaft verschwistert. Sie bilden einen Gegenpol unreinen[60] Daseins, wie die folgende Passage aus dem Gedicht „Der Dichter in Zeiten der Wirren“ deutlich macht:

Und wenn im schlimmsten jammer lezte hoffnung
Zu löschen droht: so sichtet schon sein aug
Die lichtere zukunft. Ihm wuchs schon heran
Unangetastet von dem geilen markt
Von dünnem hirngeweb und giftigem flitter
Gestählt im banne der verruchten jahre
Ein jung geschlecht das wieder mensch und ding
Mit echten maassen misst· das schön und ernst
Froh seiner einzigkeit· vor Fremdem stolz·
Sich gleich entfernt von klippen dreisten dünkels
Wie seichtem sumpf erlogner brüderei
Das von sich spie was mürb und feig und lau
Das aus geweihtem träumen tun und dulden
Den einzigen der hilft den Mann gebiert.. [61]

George umreißt die Züge einer künftigen Elite, welche die Übel der Massengesellschaft abstellen soll. Sie soll von der Welt der Berufs- und Unternehmertätigkeit unberührt oder wenigstens unbeeinträchtigt sein („Unangetastet von dem geilen markt“), sich von Luxusgütern und allem Äußeren, das sich zum Renommieren eignet („giftigem flitter“) unbeeindruckt zeigen, dafür an Idealen („geweihtem träumen tun und dulden“) orientieren – im unter der Herrschaft Wilhelms II. zunehmend „amerikanisierten“ Deutschen Reich und zwischen den Weltkriegen eine Herausforderung  („Gestählt im banne der verruchten jahre“). Formalisiertes, auf Prüfbarkeit ausgerichtetes Denken und/oder bloß scharfsinniges Räsonnieren im auf Wirkung berechneten „Großstadtton“[62] wird, ob innerhalb oder außerhalb von Journalen zu finden, gleichfalls abgelehnt („dünne[s] hirngeweb“), ferner überlauter Patriotismus („klippen dreisten dünkels“) und Gemeinschaftsideale, die nach Auffassung des lyrischen Selbst nicht tragen („sumpf erlogner brüderei“), etwa solche sozialistischer Ausrichtung. Die künftige Elite wird auf ihr unverwechselbares Selbst – ihre „Identität“ – halten („froh seiner einzigkeit“) und die Wege und Weisen anderer Völker nicht gedankenlos imitieren („vor Fremdem stolz“). Schließlich wird sie der Lebensschwäche eine Absage erteilen („Das von sich spie was mürb und feig und lau“) und das durch den Einfluß der Masse in Schieflage geratene oder gar auf den Kopf gestellte System der Werte wieder zurechtrücken („das wieder mensch und ding / Mit echten maassen misst“). Im Vollzug entsteht eine Gestalt, die der Dichter als „den Mann“ bezeichnet und durch einen Versal hervorhebt. Er sei der Einzige, der helfe; – was (wenigstens) insofern für unstrittig gehalten werden dürfte, als Dispute praktischer Ethik und solche der Staatskunst recht schnell an Grenzen zu gelangen pflegen, jenseits derer der Mensch für den Wert einstehen muß.

Über „den Mann“ ist viel geschrieben worden, zum Teil in skandalisierender Absicht[63]. In der Tat dürften wenige Verse der deutschen Literatur sich ex post übelträchtiger ausnehmen, als der Abschluß des Gedichts „Der Dichter in Zeiten der Wirren“:

Der [d.i. „der Mann“] sprengt die ketten fegt auf trümmerstätten
Die ordnung· geisselt die verlaufnen heim
Ins ewige recht wo grosses wiederum gross ist
Herr wiederum herr· zucht wiederum zucht· er heftet
Das wahre sinnbild auf das völkische banner
Er führt durch sturm und grausige signale
Des frührots seiner treuen schar zum werk
Des wachen tags und pflanzt das Neue Reich. [64]

Wer George kein Unrecht zufügen will, sollte berücksichtigen, daß in dem zwischen 1918 und 1921 entstandenen Gedicht „völkisch“ als Eindeutschung für „national“ steht[65] – und daß die unter den Anhängern des Dichters „schon lange als Lebens- und Erossymbol gedeutete Swastika“[66], welche sehr wahrscheinlich das „wahre sinnbild“ ausmacht, ebenfalls von einem so vernünftigen Manne wie Rudyard Kipling gebraucht worden war, bis Aufstieg, Herrschaft und Verbrechen der Nationalsozialisten dessen Verwendung unmöglich machten[67].

Im gegenwärtigen Rahmen mögen drei Feststellungen genügen: (1) Georges „Der Dichter in Zeiten der Wirren“ zeichnet eine Ausnahme-Situation – die durchaus gewalttätige Machtübernahme seitens der zuvor charakterisierten Elite und deren Konterrevolution wider die Masse. (2) Das Gedicht zeigt eine antiliberale Haltung. Die Markt- und Unternehmerwirtschaft wird als etwas Niedriges abgetan und wenigstens zum Teil für die „verruchten jahre“ verantwortlich gemacht. (3) Besserung wird nur in der Gestalt eines sehr umfassenden und – von „dem Mann“ – para-militärisch geführten („seine treue schar“), geplanten und koordinierten Umbruchs erhofft. Eine dezentrale, ungesteuerte und allmähliche Besserung „von unten“ (grassroots movement) wird nicht in Erwägung gezogen. Diese Verherrlichung holistischer Sozialtechnik[68] „von oben“ stellt einen weiteren antiliberalen Zug des Gedichts dar.

Wie Röpkes Bemerkungen über „die Zerstörung der notwendigen Hierarchie der geistigen Leistungen und Funktionen“ – vgl. Abschnitt II – erwarten lassen, möchte auch er Verlorengegangenes retablieren: „Der Massengesellschaft […] muß eine Führung von Einzelnen entgegenwirken“[69]. Sein Ansatz unterscheidet sich von jenem des Dichters (ad 3) darin, daß der Nationalökonom keine Führung durch einen Einzelnen voraussetzt – sei es „der Mann“, Georgeschen Vorstellungen entgegen „die Frau“ oder ein allbefugtes Gremium. Röpke empfiehlt, auf dezentrale[70] (und folglich unter Umständen konfligierende) Initiativen „von unten“ zu vertrauen; seine Vorstellung ist weder para-militärisch, noch von Planung und zentraler Steuerung abhängig, sondern evolutionär. Das eint sie den führenden Liberalismus-Theorien des zwanzigsten Jahrhunderts[71].

Röpkes Einzelne, die den (vermeintlichen oder tatsächlichen) Übeln der Massengesellschaft entgegenwirken sollen, leiten durch das Beispiel ihrer Handlungen und Unterlassungen an. Für den Nationalökonomen bilden sie

eine echte Nobilitas naturalis mit ihrer tröstlicherweise von den Menschen willig anerkannten Autorität, eine Elite, die ihren Adelstitel nur aus höchster Leistung und unübertrefflichem moralischem Beispiel herleitet und mit der natürlichen Würde eines solchen Lebens umkleidet ist. [72]

Eine Autorität, wie Röpke sie hier zeichnet, wird nicht über Nacht gewonnen – und nicht durch einmalig hervorstechende Taten, sondern durch beharrliches Bemühen. Er beschreibt (ad 1) keine Ausnahmefall-, sondern eine Normalfall-Ethik. Feiert George den quasi-religiös aufgeladenen Augenblick[73], gleicht Röpke einem geduldigen Gärtner, wenn er feststellt: „In diese dünne Schicht der Nobilitas naturalis können aus allen Schichten nur wenige durch ein exemplarisches und langsam reifendes Leben […] aufsteigen“[74].

Wie jeder Gartenfreund weiß Röpke, daß Fehlentscheidungen das Wachstum dessen, was ihm wert ist, irreparabel beschädigen können. Deshalb ist seine Haltung (ad 2) zur Markt- und Unternehmerwirtschaft jener Georges diametral entgegengesetzt. Der Nationalökonom ist sich im Klaren, daß allein das vom Dichter verdammte „Feilschen“ in der Unterstadt am Hafen – vgl. Abschnitt I – im Zusammenspiel mit der Innovation, für die Entrepreneure und Ingenieure sorgen, jenen Wohlstand über mehrere Generationen hinweg produziert und reproduziert, auf dessen Schultern eine solche Elite sich bilden kann, und er weiß auch, daß es zu alledem „negativer“ Freiheit bedarf, die immer auch die Abwesenheit neidorientierter Besteuerung[75] und den Schutz gegen die Ideen antimerkantil gesonnener Dichter, Schriftsteller und Intellektueller einschließt, weil sonst die Knospenbildung in einem ärgerlichen Zwischenstadium steckenbliebe. Die nobilitas naturalis nämlich

muß wachsen und reifen, und so langsam wie sie entsteht, so rasch kann sie vernichtet werden. Vermögen, die über Nacht entstehen und wieder vergehen, sind ein steiniger Boden, auf dem sie nicht gedeihen kann; auf ihm sprießen neureiches Parvenütum und Plutokratie, die das genaue Gegenteil dessen sind, was zu erstreben ist. Aber ohne Vermögen und ihre Vererbung, die mit der geistig-moralischen Tradition auch ihre materiellen Grundlagen weiterleitet, kann sich eine natürliche Aristokratie ebensowenig entfalten […]. Gerade weil eine einzige Generation oft, ja sogar in der Regel nicht ausreicht, um aristokratischen Gemeinsinn und Führungsgeist zu Blüte und Frucht zu bringen, ist die bis zur Konfiskation gehende Beschränkung des Erbrechts, wie sie heute in bedeutenden Ländern des Westens üblich geworden ist, eine der schädlichsten Maßnahmen, die sich vorstellen lassen. [76]

Soweit Röpke. Seine Diagnose zeitigt versöhnlichere, weniger martialische und weniger dramatische Ergebnisse, weil ihr Schöpfer über profunde Kenntnisse der Markt- und Unternehmerwirtschaft und ihrer Bedeutung für eine freiheitliche und kultivierte Gesellschaft verfügt. Sein gegen die Massengesellschaft gerichtetes Ideal ist darum im tiefsten Sinne republikanisch[77]. Während George nach allem, was gegenwärtig besprochen wurde, ein neues Reich wünscht.

Schluß: Georges Tragik

Die gewaltsame Rückjustierung, die „Der Dichter in Zeiten der Wirren“ besingt, soll unter anderem erreichen, daß „Herr wiederum herr“ sei. Die Knappheit dieses Hinweises eröffnet der Spekulation weiten Raum. Als unstrittig dürfte gelten, daß der „herr“ nicht mit dem „Mann“ identisch sei, welcher den Umsturz anführen soll, weil die Zeit nach der großen Stunde beschrieben wird. Damit tritt auch bei George Normalfall-Ethik auf den Plan. Nicht zuletzt deshalb ließe sich der in Rede stehende Hinweis mit dem republikanischen Ideal Röpkes vereinbaren, weil eine freiheitlich verfaßte Gesellschaft in Abertausende von Haushalten, Firmen und sonstigen Vereinigungen zerfällt, deren Häupter sich weitgehender Willkürfreiheit erfreuen. Wo „negative“ Freiheit gewährleistet wird, ist jeder Herr Herr, ob in seiner Schusterwerkstatt oder auf seinem Lehrstuhl.

Ironischerweise durfte ebendieser Zustand zu Georges Zeiten im Deutschen Reich unter den Hohenzollern als weitgehend verwirklicht gelten, wie der Widerstand des Germanisten Gustav Roethe gegen die – wie in Abschnitt I bemerkt, amerikanischem Vorbild folgende – Aufnahme von Studentinnen zeigt. Der Ordinarius und spätere Rektor der Berliner Universität „ging […] soweit, Frauen von seinen Vorlesungen auszuschließen, selbst nachdem sie von Staats wegen zugelassen waren. Das Berliner Kultusministerium mußte einen Extraordinarius berufen, bei dem Damen deutsche Literaturgeschichte hören konnten.“[78] George rennt also offene Türen ein – und verkennt dabei manchen schätzenswerten Zug seiner Zeit. Natürlich geht es dabei um Recht und Verfassung, nicht die Misogynie zweier Herren. Wenn George Robert Boehringer gegenüber bemerkt, „in jedem anderen Jahrhundert als dem neunzehnten wäre er ins Gefängnis gekommen“[79], dann überspitzt er nur wenig. Es zählt zu den tragischen Momenten deutscher Geistesgeschichte, daß der begnadete Dichter Stefan George über die Implikationen dieser Einsicht nicht hinreichend nachgedacht hat.

Anmerkungen

[1] Breuer, Stefan: Ästhetischer Fundamentalismus. Stefan George und der deutsche Antimodernismus. Darmstadt: Primus 1996. S. 168.

[2] Über Georges Abneigung Preußen gegenüber unterrichten neben dem bekannten Bismarck-Fragment, das zu Lebzeiten des Dichters unveröffentlicht geblieben ist – wiedergegeben bei Boehringer, Robert: Mein Bild von Stefan George. München und Düsseldorf: Helmut Küpper vormals Georg Bondi 1951. S. 90 –, der Merkspruch „Preussentum“, in: Blätter für die Kunst, fünfte Folge, 1900/1901, S. 2, sowie Landmann, Edith: Gespräche mit Stefan George. München und Düsseldorf: Helmut Küpper vormals Georg Bondi 1963,  S. 44, 165, 193. Zum Bismarck-Fragment sehr instruktiv Aurnhammer, Achim: ‚Der Preusse‘. Zum Zeitbezug der ‚Zeitgedichte‘ Stefan Georges im Spiegel der Bismarck-Lyrik. In: Braungart, Wolfgang, Oelmann, Ute, und Böschenstein, Bernhard (Hrsg.): Stefan George: Werk und Wirkung seit dem ‚Siebenten Ring‘. Tübingen: Max Niemeyer 2001. S. 173-196.

[3] Hagen Schulze konstatiert: „Tatsächlich verbanden nicht die geringsten staatsrechtlichen Bezüge Wilhelm I. mit dem Habsburger Franz II., der 1806 die römische Kaiserkrone niedergelegt hatte, wie auch der großpreußisch-kleindeutsche Nationalstaat mit dem transnationalen Wesen des einstigen Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation nichts zu tun hatte.“ Schulze, Hagen: Kleine deutsche Geschichte. München: C.H. Beck 1996. S. 129.

[4] Vgl. Rohkrämer, Thomas: Eine andere Moderne? Zivilisationskritik, Natur und Technik in Deutschland 1880-1933. Paderborn, München, Wien und Zürich: Ferdinand Schöningh 1999. S. 78.

[5] Vgl. Füssl, Karl-Heinz: Deutsch-amerikanischer Kulturaustausch im 20. Jahrhundert. Bildung – Wissenschaft – Politik. Frankfurt u. New York: Campus 2004. S. 36 und 52-53.

[6] Vgl. Sell, Friedrich C.: Die Tragödie des deutschen Liberalismus. Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt 1953. S. 310-311.

[7] Vgl. Thies, Ralf, und Jazbinsek, Dietmar: Embleme der Moderne. Berlin und Chicago in Stadttexten der Jahrhundertwende. Discussion Paper FS-II 99-501. Berlin: Wissenschaftszentrum 1999. Nach: http://bibliothek.wz-berlin.de/pdf/1999/ii99-501.pdf (29.09.2013). S. 20-21.

[8] Vgl. ebd. S. 13. Eine andere Form des Beinamens lautet: „Chicago an der Spree“; vgl. Zolling, Peter: Deutsche Geschichte von 1871 bis zur Gegenwart. Wie Deutschland wurde, was es ist. München: dtv 2005, S. 71-72. Die unterschiedliche Schreibung des Namens „Chicago“ oder „Chikago“ folgt den Quellen.

[9] Landmann, E.: Gespräche mit Stefan George. S. 85.

[10] Vgl. Landmann, E.: S. 78.

[11] Blätter für die Kunst, siebente Folge. 1904. S. 3.

[12] Wie die einschränkende Qualifikation („im Wesentlichen“) andeutet, trugen weitere Faktoren zu höheren Erträgen in der Landwirtschaft bei: Ödland-Reduktion (Urbarmachung), Flurbereinigung, neue Anbaumethoden einschließlich einer allmählichen Technisierung. Vgl. Rohkrämer, Th.: Eine andere Moderne? S. 41-43, 120 und 128-133.

[13] George, Stefan: Der siebente Ring. Sämtliche Werke in 18 Bänden, Bd. 6/7. Stuttgart: Clett-Kotta 1986. S. 184.

[14] Vgl. Thimm, Ulrich: Reformator der Welternährung [Pressemitteilung der Justus-Liebig-Universität Gießen zum 125. Todestag von Justus Liebig am 16.04.1998]. Nach: http://idw-online.de/pages/de/news4377 (29.01.2012).

[15] Haber leitete ab 1911 das Kaiser-Wilhelm-Institut für physikalische Chemie und Elektrochemie, einen der Großforschungsbetriebe nach US-amerikanischem Vorbild, nachdem er 1902 in den USA gewesen war, um die Unterrichtsmethoden an den dortigen Hochschulen zu studieren; – auch hier also „Amerikanisierung“. 1933 wurde Haber von den Nationalsozialisten zum Rücktritt gezwungen. Vgl. Füssl, K.-H.: Deutsch-amerikanischer Kulturaustausch. S. 93.

[16] Salin, Edgar: Um Stefan George. Erinnerung und Zeugnis. München und Düsseldorf: Helmut Küpper vormals Georg Bondi 1954. S. 247. Wie der vorliegende Aufsatz zeigt, hätte Salin auf die Einschränkung „fast“ verzichten können; das Gedicht ist landwirtschaftlich gemeint.

[17] Vgl. Röpke, Wilhelm: Die Lehre von der Wirtschaft. Erlenbach-Zürich und Stuttgart: Eugen Rentsch 1965. S. 81 und 86-94.

[18] Röpke, Wilhelm: Jenseits von Angebot und Nachfrage. Erlenbach-Zürich und Stuttgart: Eugen Rentsch 1966. S. 72.

[19] Die Figur des Druden vereinigt Züge aus der griechisch-römischen Antike, der germanischen Mythologie und des deutschen und westslawischen Volksglaubens. Vgl. Klussmann, Paul Gerhard: Spruch und Gespräch in szenischen Gedichten des Spätwerks von Stefan George. In: Braungart, Wolfgang, Oelmann, Ute, und Böschenstein, Bernhard (Hrsg.): Stefan George: Werk und Wirkung seit dem ‚Siebenten Ring‘. Tübingen: Max Niemeyer 2001. S. 102-113. Lohnenswert, da Klussmanns Einschätzung, die Figur sei „wohl mehr Pan oder Satyr als nordischer Flurgott“ (ebd. S. 109) korrigierend, sind der Eintrag „Drude“ im Grimmschen Wörterbuch und der Eintrag „Alp“ in Johann Heinrich Zedlers Universallexicon, wo zu Beginn von „Trutten“ die Rede ist. Vgl. Grimm, Jacob, und Grimm, Wilhelm: Deutsches Wörterbuch. Leipzig 1854-1961. Bd. 2, Sp. 1453-1454. Nach: http://woerterbuchnetz.de/DWB/?sigle=DWB&mode=Vernetzung&lemid=GD05192 (24.09.2013). Vgl. ferner Zedler, Johann Heinrich: Grosses vollständiges Universallexicon aller Wissenschafften und Künste. Halle und Leipzig 1732-1754. Bd. 1, Sp. 1327-1328. Nach http://www.zedler-lexikon.de/blaettern/einzelseite.html?seitenzahl=703&bandnummer=01&dateiformat=
1&supplement=0&view=150
(24.09.2013).

[20] George, Stefan: Das neue Reich. Sämtliche Werke in 18 Bänden, Bd. 9. Stuttgart: Clett-Kotta 2001. S. 54.

[21] Aurnhammer, A.: ‚Der Preusse‘. S. 187.

[22] George, S.: Der siebente Ring. S. 30-31.

[23] George, S.: Das neue Reich. 46.

[24] Fricker, Christophe: Stefan Georges Gedicht ‚Geheimes Deutschland‘: Ein politisches Programm? In: Pieger, Bruno, und Schefold, Bertram, (Hrsg.): Stefan George: Dichtung – Ethos – Staat. Denkbilder für ein geheimes europäisches Deutschland. Berlin: Verlag für Berlin-Brandenburg 2010. S. 131-163. Zit. S. 137.

[25] Vgl. ebd. S. 136.

[26] George, S.: Das neue Reich. S. 47.

[27] Deutlicher zeigt sich Georges Chiliasmus (oder Millenarismus) im Gedicht „Der Widerchrist“ aus dem Band Der siebente Ring, sowie zwei Gedichten, die im Band Der Stern des Bundes enhalten sind und mit den Versen „Weltabend lohte.. wieder ging der Herr“ und „Ihr baut verbrechende an maass und grenze:“ beginnen. Vgl. George, S.: Der siebente Ring. S. 56-57. Vgl. George, Stefan: Der Stern des Bundes. Sämtliche Werke, Bd. 8. Stuttgart: Klett-Cotta. S. 31 und 36. Die ersten beiden Gedichte sind christlich drapiert, das dritte stark mit Elementen der heidnischen Antike durchsetzt (Hybris, Nemesis). Zur Wirkung des letztgenannten Gedichts vgl. Vondung, Klaus: Die Apokalypse in Deutschland. München: dtv 1988. S. 358-360.

[28] Vgl. Blätter für die Kunst, fünfte Folge. 1900/1901. S. 2.

[29] George, S.: Der siebente Ring. S. 10.

[30] Ebd. S. 12.

[31] Zu dem von mancher Distanz, aber auch großer Zustimmung geprägten Verhältnis Georges zu Nietzsche vgl. Trawny, Peter: George dichtet Nietzsche. Überlegungen zur Nietzsche-Rezeption Stefan Georges und seines Kreises. In: Braungart, Wolfgang, Oelmann, Ute, (Hrsg.): George-Jahrbuch, Bd. 3 (2000/2001). Tübingen: Max Niemeyer 2000. S. 34-68. Bes. S. 55-56 und 63-67.

[32] Vgl. Nietzsche, Friedrich: Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen. Kritische Studienausgabe, hrsg. v. Colli, Giorgio, und Montinari, Mazzino, Bd. 2. München: dtv 1988. S. 20, 25-26, 42, 75-76 und 80.

[33] Vgl. Grimm, J., und Grimm, W.: Deutsches Wörterbuch. Bd. 2, Sp. 138-140 (Eintrag „blöde“). Nach: http://woerterbuchnetz.de/DWB/?sigle=DWB&mode=Vernetzung&hitlist=&patternlist=&lemid=GB08608 (21.09.2013)

[34] Vgl. Landmann, E.: Gespräche mit Stefan George. S. 95-96 und 122.

[35] Ernst Osterkamp schreibt anläßlich des Vierzeilers „Einem Pater“ von einem „antibürgerlichen Vernichtungswunsch“ Georges. Vgl. George, S: Der siebente Ring. S. 168. Dazu Osterkamp, Ernst: Poesie der leeren Mitte. Stefan Georges Neues Reich. München: Carl Hanser 2010. S. 131.

[36] Vgl. Landmann, E.: Gespräche mit Stefan George. S. 64.

[37] George zu Edith Landmann; ebd. S. 78.

[38] Röpke, W.: Jenseits von Angebot und Nachfrage. S. 85.

[39] Jeweils durch ein „sic!“ gekennzeichnet. Es versteht sich, daß bereits der Titel des in Rede stehenden Buches aus Röpkes Feder einen Nietzsche-Anklang darstellt.

[40] George über Nietzsche im Gedicht „Nietzsche“ (Strophe I, Vers 4). Vgl. George, S.: Der siebente Ring. S. 12.

[41] Röpke, W.: Jenseits von Angebot und Nachfrage. S. 89.

[42] Ebd. S. 90.

[43] Ebd.

[44] Ebd. S. 91-92. Ohne Kursive.

[45] Weber, Max: Die protestantischen Sekten und der Geist des Kapitalismus. In: ders.: Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie I. Tübingen: J.C.B. Mohr (Paul Siebeck) 1988. S.207-236. Zit. S. 215.

[46] Ebd.

[47] Röpke, W.: Jenseits von Angebot und Nachfrage. S. 109.

[48] Vgl. Karlauf, Thomas: Stefan George. Die Entdeckung des Charisma. München: Carl Blessing 2007. S. 309-311, 412-415 und 693.

[49] Weber, Max: Wissenschaft als Beruf. In: ders.: Gesammelte Aufsätze zur Wissenschaftslehre. Tübingen: J.C.B. Mohr (Paul Siebeck) 1988. S. 582-613. Zit. S. 594.

[50] Karlauf, Th.: Stefan George. S. 310

[51] Vgl. Breuer, S.: Ästhetischer Fundamentalismus. S. 80-82.

[52] Josef Hofmiller, nach Röpke, W.: Jenseits von Angebot und Nachfrage. S. 117.

[53] George, Stefan: Werke. Ausgabe in zwei Bänden, Bd. 1. Düsseldorf und München: Helmut Küpper vormals Georg Bondi 1968. S. 479-481.

[54] Vgl. Röpke, W.: Jenseits von Angebot und Nachfrage. S. 116. Was George angeht, vgl. Landmann, E.: Gespräche mit Stefan George. S. 85. Vgl. ferner Salin, E: Um Stefan George. S. 247.

[55] Dies gilt von dem – im vorliegenden Aufsatz nicht zu behandelnden – Umstand abgesehen, daß auch Röpke Preußen und Bismarck abgeneigt war; vgl. Röpke, Wilhelm: Die Gesellschaftskrisis der Gegenwart. Erlenbach-Zürich: Eugen Rentsch 1948, S. 120-121 und 123-124.

[56] Vgl. Karlauf, Th.: Stefan George. S. 50. Zur Rettung des Vermögens zur Zeit der Inflation vgl. Schönhärl, Korinna: Wissen und Visionen. Theorie und Politik der Ökonomen im Stefan George-Kreis. Berlin: Akademie Verlag 2009. S. 54-56.

[57] Vgl. Landmann, E.: Gespräche mit Stefan George. S. 78.

[58] Vgl. Karlauf, Th.: Stefan George. S. 74 und 108.

[59] Vgl. Landmann, E.: Gespräche mit Stefan George. S. 59, 78 und 154.

[60] Ein (wie auch immer im Einzelnen gearteter) Begriff von Reinheit spielt in Georges Denken über den Markt und die Marktwirtschaft eine zentrale Rolle. Dies zeigt die folgende Äußerung des Dichters über Friedrich Gundolf: „Was mich […] nicht sehr angenehm berührte […] war, dass ich den F. G. noch ganz warm aus den ‚Blättern‘ kommend in diese neu-süchtige misch-zeitschrift W. R. [Wiener Rundschau]einspringen sah. ich hätte ihm mehr «keuschheit» zugetraut…“ Überliefert von Salin, E.: Um Stefan George. S. 70. Auch bei Breuer, S.: Ästhetischer Fundamentalismus. S. 59.

[61] George, S.: Das neue Reich. S. 30.

[62] Karl Scheffler, nach Thies, R., und Jazbinsek, D.: Embleme der Moderne. S. 16.

[63] So Osterkamp, E.: Poesie der leeren Mitte. S. 205-207.

[64] George, S.: Das neue Reich. S. 30.

[65] Vgl. Oelmann, Ute: Varianten und Erläuterungen. In: George, Stefan: Das neue Reich. Sämtliche Werke in 18 Bänden, Bd. 9. Stuttgart: Klett-Cotta 2001. S. 129-175, bes. S. 142 und 144. Ernst Morwitz schlägt vor, das Wort „völkisch“ als Eindeutschung des Wortes „deutsch“ zu verstehen, welches der illyrischen Sprache entlehnt sei. Vgl. Morwitz, Ernst: Kommentar zu dem Werk Stefan Georges. Düsseldorf und München: Helmut Küpper vormals Georg Bondi 1969. S. 431.

[66] Oelmann, U.: Varianten und Erläuterungen. S. 145.

[67] Vgl. Smith, Michael: „Kipling and the Swastika“. Nach http://www.kipling.org.uk/facts_swastik.htm (26.08.2013).

[68] Vgl. Popper, Karl R.: The Poverty of Historicism. London und New York: Routledge 1994. S. 67.

[69] Röpke, W.: Jenseits von Angebot und Nachfrage. S.192.

[70] Vgl. ebd. S. 349-352. Für eine neuere Stellungnahme zu Röpkes Dezentrismus vgl. Scruton, Roger: The Journey Home. In: The Intercollegiate Review. Spring 2009. S. 31-39.

[71] Vgl. Hayek, Friedrich August von: The Fatal Conceit. The Errors of Socialism. The Collected Works of F.A. Hayek, Bd. 1. Chicago und London: The University of Chicago Press 1991. S. 11-28.

[72] Röpke, W: Jenseits von Angebot und Nachfrage. S. 192.

[73] Vgl. Osterkamp, E: Poesie der leeren Mitte. S. 128 und 285.

[74] Röpke, W.: Jenseits von Angebot und Nachfrage. S. 192-193. Kursive ergänzt.

[75] Vgl. Schoeck, Helmut: Der Neid. Eine Theorie der Gesellschaft. Freiburg im Breisgau und München: Karl Alber 1966. S. 350-356.

[76] Röpke, W.: Jenseits von Angebot und Nachfrage. S. 193-194.

[77] Entsprechend lobt Röpke „im deutschen Sprachgebiet außer der Schweiz auch die Hansestädte, deren «westliche», demokratisch-liberale Orientierung sich immer wieder bemerkbar gemacht hat.“ Röpke, W.: Die Gesellschaftskrisis der Gegenwart. S. 121.

[78] Sell, F. C.: Die Tragödie des deutschen Liberalismus. S.474.

[79] Boehringer, R.:  Mein Bild von Stefan George. S. 161.

Literatur

Aurnhammer, Achim: ‚Der Preusse‘. Zum Zeitbezug der ‚Zeitgedichte‘ Stefan Georges im Spiegel der Bismarck-Lyrik. In: Braungart, Wolfgang, Oelmann, Ute, und Böschenstein, Bernhard (Hrsg.): Stefan George: Werk und Wirkung seit dem ‚Siebenten Ring‘. Tübingen: Max Niemeyer 2001. S. 173-196.

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Karlauf, Thomas: Stefan George. Die Entdeckung des Charisma. München: Karl Blessing 2007.

Landmann, Edith: Gespräche mit Stefan George. München und Düsseldorf: Helmut Küpper vormals Georg Bondi 1963

Morwitz, Ernst: Kommentar zu dem Werk Stefan Georges. Düsseldorf und München: Helmut Küpper vormals Georg Bondi 1969

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Oelmann, Ute: Varianten und Erläuterungen. In: George, Stefan: Das neue Reich. Sämtliche Werke in 18 Bänden, Bd. 9. Stuttgart: Clett-Kotta 2001. S. 129-175

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