Drei junge Frauen und ein Mädchen aus Skandinavien

Der Wahn unserer Zeit zeigt sich in den Schicksalen dreier junger Frauen und eines Mädchens aus Skandinavien, und das in beiderlei Hinsicht: als Sinnestäuschung und moralische Abirrung.

Da sind die beiden Norwegerinnen, denen in Marokko der Kopf abgeschnitten worden ist. Die Nachricht über die Bluttat kam nur wenige Tage nach dem Friede-Freude-Migration-Gipfel im selben Land. Die Mörder dokumentieren und feiern ihre Tat mit einem Video, das einem das Blut in den Adern gefrieren läßt.

Dann denken wir an die jugendliche Predigerin auf der Synode der Weltklima-Kirche in Katowice und schütteln das Haupt. Gab es da keinen Mann in der Familie, der gesagt hat: „Nun mach mal halblang!“?

Schließlich kommt das vor rund achtzehn Monaten in Stockholm während einer Djihadi-Attacke überfahrene Mädchen in den Sinn. Es ist keine zwölf Jahre alt geworden.

Religionssurrogate gleichen Religionen darin, daß sie Opfer fordern.

Jordan Peterson auf Deutsch: wie’s scheint, ein großes Unglück

Liest man die Rezensionen der deutschsprachigen Version von Jordan Petersons 12 Rules for Life bei Amazon, gewinnt man den Eindruck, da sei etwas schiefgelaufen:

Die Übersetzung verzerrt das ganze Werk dermaßen, dass es sich hier vielmehr um eine Fälschung als um eine Übersetzung handelt. Also: bitte einstampfen, neu übersetzen und dann neu veröffentlichen.

Oder:

Absolut schreckliche Übersetzung. An manchen Stellen liest es sich mehr wie eine Parodie des Original.

Oder:

Die Übersetzung ist eine Frechheit, die eigentlich juristische Konsequenzen zeitigen müsste!

Sehr empfehlenswert wirkt der ausführliche  Kommentar, den Bernhard Lassahn zur deutschen Übersetzung des Petersonschen Meisterwerks – denn das ist es – verfaßt hat. Lassahn macht die Sünden der beiden Peterson-Übersetzer an einem längeren Beispiel dingfest.

Es ist kaum zu glauben, was Lassahn berichtet. Und dies auch dann, wenn man zugesteht, daß der vordergründig plaudernd wirkende, doch sehr durchgeformte, zuweilen sehr knappe und stets auf den jeweils erwünschten Lern-Effekt hin kalibrierte Stil Petersons schwer in eine andere Sprache zu bringen sei.

Doch heißt das nicht, daß es unmöglich sei. Man braucht bloß zweierlei zu tun, nämlich (1) das Original zu achten, z.B. die Kapitelüberschrift

Set your house in perfect order before you criticize the world

nicht banalisierend verballhornen als

Räum erst einmal dein Zimmer auf, ehe du die Welt kritisierst.

Jeder nur halbwegs mit dem Englischen Vertraute dürfte zustimmen, daß mit dieser Übersetzung alle moralische und metaphysische (metaethische, anthropologische) Wucht verpufft, die im Unterton des Original geborgen lag. Von dem flapsigen Einschub „erst einmal“ ganz zu schweigen.

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Thilo Sarrazin über den Migrationspakt

Die unterentwickelten Herkunftsländer mit ihrem außer Kontrolle geratenen Bevölkerungswachstum geben einen Teil ihres jährlichen Bevölkerungsüberschusses an die Industriestaaten ab und werden dadurch mit Geldüberweisungen belohnt. Die Industrieländer wiederum verpflichten sich zum Unterhalt, zur sozialen Inklusion, zur Ausbildung und Beschäftigung des regelmäßig bei ihnen anlandenden Bevölkerungsüberschusses. […] Eine Regierung der Bundesrepublik, die die nationalen Interessen wahrt, sollte einen solchen Text nicht unterschreiben. Zudem ist im gesamten Text keine einzige verlässliche und werthaltige Gegenleistung der Herkunftsländer der weltweiten Migration zu erkennen.

Vier der fünf Sätze, mit denen Thilo Sarrazin seine Analyse des sog. Migrationspakts auf der Achse des Guten beschließt.

Vor der UN-Klimakonferenz in Katowice

Katowice trifft seine Vorbereitungen. Gestern ließ sich gerade eben noch dort parken, wie ich es gewohnt bin. (Zumeist sehr freundliche) Polizisten sperren die Straßen um das Kongreßzentrum ab, wo das nächste Konzil der Weltklima-Kirche stattfinden wird.

Wie jede Religion, jedes Religionssurrogat erzeugt auch die Klima-Hysterie ihren spezifischen Kitsch. Oberhalb der Trogstrecke an der östlichen Einfahrt zur Innenstadt von Katowice stehen gedrungene Plakat-Stelen, die die UN-Klimakonferenz ankündigen; auf einer von ihnen ist „Changing together“ zu lesen. Welche Tiefe schlummert in diesem Doppelsinn! Da muß Eine/r lange getextet haben. Mir jedenfalls ist das zu gefühlig und vor allem zu kollektivistisch. Leute, die immer alles zusammen erledigen wollen, wecken in mir ein Unbehagen, das von Büchern über die Geschichte des zwanzigsten Jahrhunderts kaum gemildert wird.  Ich stecke den Kopf tiefer in Schal und Kragen, stapfe weiter; es weht ein eisiger Wind von den Hochhäusern her.

Immerhin: der Weihnachtsmarkt am kürzlich neugestalteten Rynek funktioniert wie gewohnt. Junge Frauen stehen unbekümmert an den Buden, eine von ihnen trägt einen Stoffbeutel mit dem Aufdruck „gryfno frelka“. Und Absperrungen, wie sie die Glühwein-Festung am Breitscheidplatz zu Berlin schützen, braucht’s auch nicht.

Janice Fiamengo über die Hexenjagd auf Alessandro Strumia

Der italienische Physiker Alessandro Strumia hat sich erfrecht, die Sexismus-These anzuzweifeln; für ihn gibt es nicht deshalb weniger Frauen in den führenden Rängen der Physik, weil sie von einer „gläsernen Decke“ oder sonstwelchen Machinationen weißer heterosexueller Männer daran gehindert würden, sondern aus anderen Gründen. Über alles Weitere unterrichtet uns Janice Fiamengo in diesem sehens- und bedenkenswerten, freilich auch bestürzenden Video.

Was ist mit den Natur-„Wissenschaftlern“ los? Entweder lassen sie sich kaufen, oder sie kochen ihr misogynes Süppchen. Kein Wunder, daß die Mondlandung, wie jedermann weiß, ein Fake war.

Nicholas J. Freitas über den Zweiten Verfassungszusatz

Eine hörenswerte Rede im House of Delegates des US-Bundesstaats Virginia. Beachten Sie das große Szepter vor der Bank des Sprechers.

Herr Freitas streift nicht nur das Recht auf Waffenbesitz, sondern auch andere Punkte, z.B. die Vorliebe für krude Ad-hominem-Argumente auf der Linken und deren Implikationen für dasjenige, was Debattenkultur zu nennen kaum noch möglich wirkt. (Sie werden kaum glauben, welche Freude es mir bereitet hat, das Attribut „krude“ zu setzen.)

Enjoy the Decline!

Gern, zweifellos! Nur kommt man ja kaum noch hinterher. Bezüglich Chemnitz‘ und der von Dr. Hans-Georg Maaßen, dem Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz, vorgebrachten Einschätzung der Vorgänge dort erleben wir gerade dasjenige, was Friedrich August von Hayek in seinem Buch Der Weg zur Knechtschaft als „Das Ende der Wahrheit“ (Kapitel 11) beschrieben hat.  Die Bundesrepublik wandelt sich zum Weltanschauungsstaat, und Weltanschauungsstaaten werden stets auf Sand gebaut.

Was haben wir also? Einen schönen Artikel von Dushan Wegner, der das Niveau sowohl der Staatskunst, als auch der, soweit sie offiziösen Charakters ist, staatsphilosophischen Reflexion in der Bundesrepublik Deutschland auf den Punkt bringt:

Der »Kampf gegen Rechts« ist das Schlangenöl linksgrüner Politik. Eingewachsene Fußnägel? Kampf gegen Rechts! Menstruationsbeschwerden? Kampf gegen Rechts? Bürger werden von Flüchtlingen getötet? Kampf gegen Rechts!

Dann haben wir Titus Gebel, der in einer äußerst prägnanten und dabei erschöpfenden Analyse nachweist, daß und weshalb die Linke keine Ruhe geben wird, bis alle Nicht-Linken im Gulag sitzen:

Die Linke will die Gesellschaft nicht spalten, sondern nach ihren Vorstellungen einen. Auf dem Weg dahin müssen freilich alle Andersdenkenden beseitigt werden. Selbstverständlich durch Überzeugungsarbeit, aber wenn das nicht fruchtet, sind auch alle anderen Mittel recht. Etwa Verleumdung, Bedrohung, Zerstörung der beruflichen und gesellschaftlichen Existenz, körperliche Gewalt.

Freie Gesellschaften werden immer gespalten sein. Im Optimalfalle in Abertausende Grüppchen, Vereine und Gemeinschaften – Edmund Burkes little Platoons. Wer Freiheit will, muß Uneinigkeit,“Gespaltenheit“, aushalten. (Es fällt mir auf die Nerven, wenn Historiker an der Gesellschaft des Deutschen Reiches unter den Hohenzollern bemängeln, sie sei „gespalten“ gewesen.  Das genau ist Freiheit, Ihr Weltenretter!)

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