Drei junge Frauen und ein Mädchen aus Skandinavien

Der Wahn unserer Zeit zeigt sich in den Schicksalen dreier junger Frauen und eines Mädchens aus Skandinavien, und das in beiderlei Hinsicht: als Sinnestäuschung und moralische Abirrung.

Da sind die beiden Norwegerinnen, denen in Marokko der Kopf abgeschnitten worden ist. Die Nachricht über die Bluttat kam nur wenige Tage nach dem Friede-Freude-Migration-Gipfel im selben Land. Die Mörder dokumentieren und feiern ihre Tat mit einem Video, das einem das Blut in den Adern gefrieren läßt.

Dann denken wir an die jugendliche Predigerin auf der Synode der Weltklima-Kirche in Katowice und schütteln das Haupt. Gab es da keinen Mann in der Familie, der gesagt hat: “Nun mach mal halblang!”?

Schließlich kommt das vor rund achtzehn Monaten in Stockholm während einer Djihadi-Attacke überfahrene Mädchen in den Sinn. Es ist keine zwölf Jahre alt geworden.

Religionssurrogate gleichen Religionen darin, daß sie Opfer fordern.

Janice Fiamengo über die Hexenjagd auf Alessandro Strumia

Der italienische Physiker Alessandro Strumia hat sich erfrecht, die Sexismus-These anzuzweifeln; für ihn gibt es nicht deshalb weniger Frauen in den führenden Rängen der Physik, weil sie von einer “gläsernen Decke” oder sonstwelchen Machinationen weißer heterosexueller Männer daran gehindert würden, sondern aus anderen Gründen. Über alles Weitere unterrichtet uns Janice Fiamengo in diesem sehens- und bedenkenswerten, freilich auch bestürzenden Video.

Was ist mit den Natur-“Wissenschaftlern” los? Entweder lassen sie sich kaufen, oder sie kochen ihr misogynes Süppchen. Kein Wunder, daß die Mondlandung, wie jedermann weiß, ein Fake war.

Prophet an Kasseler Rippspeer

Friedrich Reck-Malleczewen berichtet über sein doppeltes Zusammentreffen mit Stefan George:

Eine Woche bin ich in Hechendorf am Pilsensee Gast meines Freundes Clemens zu Franckenstein, der noch zwei Wochen vor Kriegsausbruch in London ein Konzert dirigiert hat und Gast von Winston Churchill gewesen ist. […] Wir sprechen über die kürzlich veröffentlichten, in ihrer Arroganz wirklich maßlosen Briefe, die Stefan George an Hugo von Hofmannsthal geschrieben hat, und zu Clés Erheiterung erzählte ich ihm die Einzelheiten einer Audienz, die ich bei George hatte, als er mich, auf erhöhtem Sitz zwischen zwei silbernen Armleuchtern thronend, nach meiner Einstellung zu Aristoteles fragte, und zwei Stunden später sah ich dann den Dichterfürsten auf dem Heidelberger Bahnhof, wie er im Wartesaal II. Klasse fettspritzend und mit einem geradezu pöbelhaften Appetit ein Kasseler Rippspeer mit Sauerkraut verschlang.

Nun gut. Aber wäre es nicht besser gewesen, in der Manier Bertrand Russells darauf zu reagieren?

I remember meeting for the first time one of the leading literary men of America, a man whom I had supposed from his books to be filled with melancholy. But it so happened that at that moment the most crucial baseball results were coming through on the radio; he forgot me, literature, and all the other sorrows of our sublunary life, and yelled with joy as his favourites achieved victory. Ever since this incident I have been able to read his books without feeling depressed by the misfortunes of his characters.

*

Nachweise: Friedrich Reck-Malleczewen, Tagebuch eines Verzweifelten, Frankfurt am Main: Eichborn 1994, S. 109; Bertrand Russell, The Conquest of Happiness, London: George Allen & Unwin Ltd. 1930, S. 154.

Zu den eher zweifelhaften Vergnügungen…

…gehört es, einem besonders verbohrten Exemplar der Gattung Mensch jenen Talmi-Idealismus austreiben zu wollen, der darin besteht, sein wohlig-wolliges Selbstverhältnis durch Maßnahmen aufpolstern zu lassen, die von den Steuergeldern anderer Leute, durch Staatsverschuldung und Inflation, mithin die Entwertung der paar Groschen, die der kleine Angestellte, der Heizungsinstallateur und die Dame beim Kundenservice der Stadtwerke auf der hohen Kante haben, finanziert werden, überdies die Freiheit, den Wohlstand und die Lebensqualität in der Bundesrepublik Deutschland aufs Spiel setzen. Da kratzt kein noch so scharfes Argument am übergewiß glänzenden Chitinpanzer. Denn allzu schnell treffen Logik und Empirie auf (der Verfügbarkeit nach) billige, (der Sache und dem angemessenen Umgang unter prinzipiell vernunftfähigen Wesen) unbillige Empörung. Wie Kriegsschiffe Rauch abzublasen pflegten, um den Gegner das Peilen zu erschweren, bieten Menschen im Vollgefühl geborgter Güte auf, was sie nur können (und hier können sie plötzlich), um die einfache und, wie es so schön heißt, wesentliche Frage zu umschiffen, welche da lautet: Wenn Du Gutes tun willst, Seelchen, warum tust es nicht von Deinem Gelde, mit eigenen Händen, im eigenen Schweiße und nach der Spanne Deiner Jahre? Warum bestehst Du darauf, daß Deine Landsleute Deinen dreifach verquirlten Blödsinn (i) begrüßen und (ii) unter Strafdrohung finanzieren? Nein, Du Gute/r, Deine Nachbarn sind nicht so bös und/oder dumm (“unsozial”), wie Deine Selbstüberhebung Dich glauben läßt; sie wünschen ihren Nächsten das Beste, wie Du am Hinweis auf den kleinen Angestellten, den Installateur und die Dame bei den Stadtwerken erkannt haben könntest. Die können keine großen Sprünge machen; sie sind nicht dazu auf Erden, Dir Deinen eitlen Flug zu ermöglichen.

 

Europas Kinder für Baal-Hammon

Menschenopfer waren unter vielen Kulturen verbreitet. Daß die Sache noch nicht ausgestanden ist, verdeutlichen die Ereignisse der vergangenen Monate. Wir sind eher geneigt, unsere Kinder dem Götzen von Multikulti und Toleranz, des virtue signalling, der Politischen Korrektheit zu opfern, als etwas zu unternehmen.

Wir spielen Karthago.  Eine unerwartete Folge unserer De-Christianisierung. Sollten wir vergessen haben, daß das alte abhorret vacuum eben nicht nur für natura gilt?

Bemerkenswert überdies: So viele Europäer haben keine Kinder, die sie opfern könnten. Die Kanzlerin ist kinderlos, der neue Präsident Frankreichs ebenfalls. Für viele meiner deutschen Bekannten gilt Entsprechendes; “ich brauche das nicht”, sagen sie. – Nun, dann opfert man eben fremde Kinder. Werner Reichel:

Ein Mädchen, das sich für das Konzert ihres Idols extra schön gemacht und lustige Partyohren aufgesetzt hat, steht, eingehüllt in eine Decke, neben einem Polizeiauto und schaut verstört und verängstig in eine Kamera. Ein Bild, das sich einbrennt, ein Bild, das mehr über das Massaker in Manchester und den Zustand Europas aussagt, als die unzähligen Berichte, Analysen, Experten-Interviews und Einschätzungen, mit den immer selben beliebigen Aussagen und Antworten, die gerade in Dauerschleife auf den europäischen TV-Sendern laufen.

Nur wer selbst Kinder oder gar eine Tochter in diesem Alter hat, kann überhaupt ermessen, was in diesem Mädchen auf dem beschriebenen Bild vorgeht, was das für ihre Psyche, ihrer Zukunft und ihr Leben bedeutet. Die unzähligen kinderlosen Europäer haben nicht die geringste Ahnung, was so ein Blutbad für die überlebenden Kinder, ihre Eltern oder die Eltern und Geschwister der zerfetzten Opfer bedeutet.  Nein, können sie nicht, auch wenn sie so tun als ob. Eine Eltern-Kind-Beziehung und all die daraus erwachsenden Gefühle, Bindungen und Verantwortlichkeiten sind für kinderlose Menschen einfach nicht begreif-, nicht nachvollziehbar.

Statt solcher Bindungen und der Verantwortlichkeit, die aus ihnen erwächst, herrscht in den Hirnen zu vieler Europäer der Wunsch, ein etwas zu lautes, zu empfindliches Gut-Sein herauszukehren, mit dem es schon deshalb nicht allzu weit her sein kann, weil jeder, der es aus den lautersten Beweggründen heraus kritisiert, zum Rechtspopulisten oder Nazi erklärt wird. Weshalb seid Ihr so empfindlich?

Weil der interkulturelle Dialog außerhalb gepflegter Seminargebäude kollabiert?

Nein, sondern deshalb, weil Ihr einem Kult anhängt, einem grotesken Todeskult: Kulturmarxismus trifft Neopaganismus. Selbsthaß wird zur Tugend.

Kurt Schlichter: Ich armes Opfer Eures Hasses, Ihr Hasser

As a person of absolutely no color who embodies an intersectional reality that includes my utter lack of genderfluidity and my unemployment-questioning, differently-veteraned, and non-pagan experiences, I am totally oppressed by progressivism’s hegemonic power structure. I am also the victim of a systemic system of hostile paradigms that denies my truth regarding my phallo-possessory identity.

I bear a heavy burden in the form of my pasty, easily-sunburned skin. For too long, the fact that a previous Schlichter was booted out of Stuttgart in 1750 has meant that I have been subject to the hateful discourse of unabashed Fritzophobes. And that’s when society hasn’t stolen my Teutonic legacy outright. You are culturally appropriating my cold, emotionless people’s heritage every time you are punctual and efficient.

Sie finden den Rest hier.

Unernst über Hanau

Zwei Artikel der Welt beschreiben Massenprügeleien in Hanau. Beteiligt seien “sowohl Deutsche als auch Deutsche mit Migrationshintergrund und Ausländer”, dazu sog. Flüchtlinge. Ein Unbeteiligter von 38 Jahren wurde dabei so verprügelt, daß er möglicherweise blind wird.

Es lohnt nicht, die Sache selbst zu kommentieren.

Interessanter ist die äußere Form der Artikel.

Da ist von “Krawallkids” die Rede. Das ist rührend. Man scheint bei der Welt zu meinen, es handle sich um etwas größere Kinder, die ein wenig über die Stränge schlagen. Gleichzeitig wird behauptet, es sei ein Neunzehnjähriger festgenommen worden. – Ja, was denn nun? Kinder oder junge Männer?

Vielleicht tun wir uns keinen Gefallen mit solcher Unklarheit. Um die Sache an einem Beispiel zu erklären: Mit neunzehn Jahren nahm Ernst Jünger am Ersten Weltkrieg teil, um mit dreiundzwanzig Jahren nicht weniger als den Pour le Mérite zu erhalten. Es ist denkbar, daß sich unsere Maßstäbe hinsichtlich grundlegender Dinge wie Lebensalter und -phasen seltsam verschoben haben, inzwischen durchweg verschroben sind.

Drollig auch der Hinweis, die Beteiligten müßten “die Stärke des Staates zu spüren bekommen”. Sagt der Sozialdezernent in Hanau, Axel Weiss-Thiel, ein SPD-Mitglied. Das können wir uns vorstellen. Zumal gleich darauf das ganze “soziale” Programm heruntergeleiert wird, einschließlich Gewaltprävention ab Kindergarten, die Poeten der Welt von einer “betreuungsintensiven Klientel” schreiben.

Über den Dünkel, auch den Rassismus, der in einem derartigen Nicht-Für-Voll-Nehmen verborgen ist, braucht kein Wort verloren zu werden.