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Res publica Stil im Alltag

David Engels: A gdyby tak Polska domagała się praworządności w UE?

…a tymczasem we wszechświecie równoległym wydarzyło się co następuje:

Biorąc pod uwagę ostatnie wydarzenia w Europie Zachodniej, polski rząd ostrzega przed kryzysem demokracji w UE i apeluje o ogólnoeuropejską „tarczę ochronną dla praworządności”. W szczególności Niemcy i Francja są „powodem największego niepokoju” – powiedział w wywiadzie rzecznik polskiego rządu. „Wewnątrz Unii Europejskiej dostrzegamy proces postępującej degradacji wolności, praworządności i demokracji.” Polska i jej partnerzy nie mogą już dłużej przyglądać się temu bezczynnie i mają obowiązek udzielania obywatelom krajów sąsiednich wszelkiej niezbędnej pomocy w celu wzmocnienia tam struktur demokratycznych.

Pełny tekst na stronach Tygodnika Solidarność. Deutsche Version auf der Achse des Guten.

Photographie: Paweł Czerwiński (Unsplash), Hala Stulecia / Jahrhunderthalle in Wrocław / Breslau.

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Res publica Video

Kalifornien vs. Texas

Da ist nicht viel zu erklären: Viele Leute verlassen Kalifornien, weil das progressive Paradies an der Westküste seine Nachteile hat. Nicht nur solche ästhetischer und moralischer Natur, sondern auch solche zählbaren Zuschnitts. Siehe untere Aufstellung für Umsatz-, Körperschafts- und Einkommenssteuer (Screenshot aus dem Film). So sieht echte Konkurrenz innerhalb eines föderalen Systems aus.

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Religion Res publica

Martin Rhonheimer über Katholizismus und Liberalismus

Empfehlenswerte Reflexionen auf dem Blog des Austrian Institute von Martin Rhonheimer. Hier ein kurzer Auszug:

Was heißt Armut? Die Armut, die Jesus gepredigt hat, ist eine innere Armut, eine “Armut im Geiste”. Jesus hat nie Menschen kritisiert, weil sie reich waren – im Gegenteil, sein Freund Lazarus war ein vermögender Mann. Die Forderung des Evangeliums ist, dass wir unser Herz nicht an die Dinge dieser Welt hängen und darüber Gott und die Mitmenschen vergessen. In diesem Sinne können auch materiell arme Menschen “reich” sein – etwa weil sie voller Neid oder Ressentiments sind. Reiche, die ihr Vermögen investieren und damit unternehmerisch tätig werden, tun viel für ihre Mitmenschen: Sie schaffen Arbeit für sie, erzeugen Wertschöpfung, technischen und sozialen Fortschritt, erhöhen den Lebensstandard aller. Auch ein kapitalistischer Unternehmer kann “arm im Geiste” sein, wenn er das in der richtigen Absicht tut. 

Bitte lesen Sie den ganzen Text, in dem sich John Locke, Friedrich August von Hayek, Leo XIII., Johannes Paul II. und Benedikt XVI. ein Stelldichein geben.

Bild: Pixabay.

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Geschichte Res publica

Richard Fernandez: Verlassen Sie sich nicht darauf, daß es sieben Wochentage geben wird

Schöner Artikel von Richard Fernandez über die Gefahren des Social Engineering, wobei mir – Popper entgegen – immer weniger entscheidend scheint, ob das Social Engineering in Form eines großen Wurfes oder nur piecemeal vonstatten gehe, weil es ja selbstverständlich auch antibürgerliche Radikale mit Ausdauer und Oikophobe mit Geduld gibt: Leute, die ihren großen Wurf auf viele kleine Würfchen zu verteilen geneigt sind. Fernandez:

Social engineering is alive and well and with the aid of technology more potent than ever.  (Dem Social Engineering geht’s gut und es ist bei Kräften – mit der Hilfe neuer Technologien einflußreicher denn je.)

Bitte lesen Sie den Artikel (in englischer Sprache).

(Bild: Pixabay.)

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Res publica Stil im Alltag

Universität ohne Gedankenfreiheit

Jakobiner sind nie zufrieden. So trägt auch der „Kampf gegen Rechts“ immer reichere Frucht: Kollektivisten und Fortschrittler, die de facto Rückschrittler sind, weil sie sich als die Hohepriester einer Gleichheits- und Ökoreligion gerieren, maßen sich an zu bestimmen, wer an oder auch nur in der weiteren Umgebung von deutschen Universitäten sprechen darf. Die Ereignisse um Bernd Lucke und Thomas de Maizière sind bekannt. Nun hat es das Europäische Institut für Klima und Energie (EIKE) getroffen. Eine internationale Konferenz, die, hochkarätig besetzt, nächste Woche in einem Münchner Hotel und Konferenzzentrum stattfinden sollte, wurde kurzfristig abgesagt. Aufgrund des Drucks von „Aktivisten“.

Unterdessen fragt eine Politikerin, die im Abgeordnetenhaus des Landes Berlin sitzt, wie es denn komme, daß aufgrund des „Mietendeckels“ kaum noch Neubauten in unserer glücklosen Hauptstadt begonnen würden. Nun, dafür dürften ebenjene Grundmechanismen der Markt- und Unternehmerwirtschaft (vulgo „Kapitalismus“) verantwortlich sein, von denen ein gewisser Anteil heutiger Erwachsener auf ihren noch unzureichend durchideologisierten Mittelschulen gehört haben dürfte. So schließt sich der Kreis. Wie ja auch das Jakobinertum nicht gerade eine Sternstunde von Staatsphilosophie und -kunst darstellt. Und, sofern lange genug am Ruder, jeden Staat fest und zuversichtlich auf den Weg Venezuelas führt – bis ganz nach unten.

Was tun? Vermögen bilden, kleine private Hochschulen aufbauen, an denen sich in Ruhe und Würde studieren und lehren läßt, dabei gesalzene Aufnahmegebühren als Filter einsetzen. Damit das Ambiente stimmt, außerhalb und innerhalb. Klöster für freie Geister schaffen, als praktische Benedikt-Option. Konfessionelle Bindung muß dabei nicht stören. Und wenn zu studieren ein „Recht“ sein soll – schon solche Verwechslungen zeigen, weshalb die Dinge den Bach heruntergehen -, nennen wir eben dasjenige, was auf den neuen kleinen und privaten Hochschulen geschehen soll, hübsch altertümlich: sich bilden.

Außerdem wäre es sicher nützlich, sich zu verdeutlichen: Wer „gegen Rechts“ kämpft, muß deshalb kein Kämpfer für die Freiheit sein. Nicht bloß der „rechte“ Totalitarismus ist gefährlich, sondern auch der „linke“ Totalitarismus (und alle weiteren seiner Formen), und wer ehrlichen Herzens auf diesen Umstand hinweist, relativiert in keiner Weise die abscheulichen Verbrechen der deutschen Nationalsozialisten. In diesem Lichte erscheint die Formel „Kampf gegen Rechts“ als eine Verkürzung, die manches Übel hervorzurufen geeignet ist. Ob jene Verkürzung versehentlich unterlaufen oder als Element im weitesten Sinne marxistischer Propaganda gewollt sei, möge hier undiskutiert bleiben.

Was in der Bundesrepublik Deutschland wie in jedem anderen entwickelten Land, dessen Bürger in demokratisch verfaßter Freiheit leben wollen, tatsächlich auf dem Spiele steht, das bezeichnet nicht das Gegensatzpaar „nicht-rechts vs. rechts“, sondern es bezeichnen andere Gegensatzpaare, nämlich: „individuelle Freiheit vs. Kollektivismus“, „Freiheit von staatlicher Bevormundung vs. Paternalismus“, „Markt- und Unternehmerwirtschaft vs. Sozialismus“, „bürgerliche Lebensauffassung und Arbeitshaltung vs. Antirationalismus und politische Romantik“.

*

Zu den „Klöstern für freie Geister“ vgl. Rainer Kolk, Literarische Gruppenbildung: Am Beispiel des George-Kreises 1890–1945, Tübingen 1998, S. 238. Die Sache geht auf Friedrich Nietzsche und Stefan George zurück, ist „aber“ weniger qualmig, als es scheinen mag. Beitragsbild: Pixabay.

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Res publica Video

Helfen wollen vs. helfen

Die Unternehmerin Magatte Wade mit John Stossel über die Schwierigkeiten, in Afrika Arbeitsplätze und also nachhaltigen, wachsenden Wohlstand zu schaffen: Überwältigend komplizierte, jegliche Initiative behindernde oder gar erstickende Steuer- und Zollbestimmungen der dortigen Staaten, Korruption – und schließlich „helfende“ Erstweltler, etwa eine US-Firma, die ihren Kunden anbietet, für jedes in den Vereinigten Staaten verkaufte Paar Schuhe ein weiteres Paar in das Afrika südlich der Sahara zu schicken, um Armut zu bekämpfen. Was dabei herauskommt: eine Zerstörung der örtlichen Schuhmacher-Betriebe. Lehrreiche sechs Minuten (in englischer Sprache).

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Res publica Video

Jordan Peterson über (den Kampf gegen) den Klimawandel

Jetzt werden Sie einwenden: „Was hat ein klinischer Psychologe über den Klimawandel oder Bemühungen zu sagen, die den Klimawandel mindern sollen?“ Völlig richtig. Dennoch lohnt es, die sechseinhalb Minuten zu investieren. Denn Jordan Peterson betrachtet die Angelegenheit als komplexes Problem und im Hinblick auf Ziel-Hierarchien, unterstreicht, wie wenig wir wissen, mit welchen Unschärfen Lösungsvorschläge geschlagen sind, welche überraschenden, da mutmachenden Fakten berücksichtigt werden sollten usw. Die Bundesrepublik Deutschland kommt auch vor. Als Negativbeispiel.

Außerdem ist Petersons kurze Stellungnahme in Stil und Durchführung unnachahmlich. In diesem Video beginnend mit der Frage an Peterson nach 20 Minuten und 20 Sekunden;

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Res publica Video

Jacob Rees-Mogg: die subversive Kraft der Höflichkeit

Allen, denen die Schrei-Wettbewerbe im Deutschen Bundestag einen faden Geschmack im Mund hinterlassen, aber auch jenen, die im Alltag bewährte Formen der Bürgerlichkeit – etwa ein „Entschuldigung“ statt des in jeder Hinsicht unmöglichen „Vorsicht“ oder ein „Guten Tag“ statt des klassenlos oktroyierten „Hallo“ – vermissen, seien zu Trost und Labsal Reden und Äußerungen des englischen Politikers Jacob Rees-Mogg empfohlen, eines Gentleman, der versteht, wie Bildung, Freiheitsliebe und ausgesuchte Höflichkeit zu etwas sich verknüpfen, dessen ein Gemeinwesen dringend bedarf. Daß er selbst merklich Freude an seiner ganz persönlichen Kulturrevolution (oder besser: Kulturrestauration) hat, macht die Angelegenheit desto schöner. Viel Glück also und guten Wind!

Das obige Video, schon etwas älter, zeigt eine kurze Rede Rees-Moggs über die EU als Bedrohung britischer Demokratie; diese Videos (1, 2, 3) enthalten verschiedene Bemerkungen und Entgegnungen Rees-Moggs im House of Commons und außerhalb, die im Hinblick auf Stil und Durchführung als äußerst hörenswert gelten dürfen.

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Res publica Video

Opferkult und -nutzen

Wertvoll auch dann, wenn man – wie Theodore Dalymple – Einwände gegen Ayn Rands Philosophie führen würde. Zur gerne übersehenen und deshalb besonders wichtigen Rolle freiwilliger Zuwendung von Gönnern, wo der Aufstieg von „ganz unten“ nach „ganz oben“ in Rede steht, vgl. Luigi Zingales, Who killed Horatio Alger?.

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Res publica Stil im Alltag

„Unplanned“

Der vor kurzem in den Vereinigten Staaten angelaufene Film „Unplanned“ erzählt aus dem Leben von Abby Johnson, die als Direktorin einer PlannedParenthood-Abtreibungsklinik gearbeitet hat, bis sie während eines Schwangerschaftsabbruchs auf dem Computer-Monitor – per Ultraschall – beobachten konnte, was der Absaug-Apparat mit dem ungeborenen Kind tut und wie das Kind auf die Annäherung dieses Apparates reagiert, bevor es in Stücke und aus der Mutter gerissen wird. Seitdem widmet Abby Johnson ihr Leben dem Kampf gegen die Abtreibung.

Bemerkenswert ist nicht nur der Film, sondern auch, wie mit ihm umgegangen wird. Wenn man den Berichten glauben darf, verweigerten bedeutende Medienkonzerne die Lizenz, ihre Musikstücke für den Soundtrack des Films zu gebrauchen. Viele führende Presseorgane ignorierten den Film; Fernsehgesellschaften zeigten keine Werbespots. Der Twitter-Account von „Unplanned“ war zeitweise lahmgelegt, die Follower-Anzahl schlug Kapriolen. Trotzdem verzeichnet der Film an den Kinokassen keine geringen Erfolge.

Ganz gleich, wie man zur Abtreibung steht, läßt sich an dem Gelingen des Filmprojekts „Unplanned“ einiges lernen. Wenn Sie dessen Website näher anschauen, erkennen Sie, daß hier robustes Marketing betrieben wird – robust in dem Sinne nämlich, daß es, nun, Schwierigkeiten mit den großen Internetplattformen aushält. Plakate, Memes, Bilder von Filmszenen und anderes Material sind dort herunterzuladen, ja selbst der Trailer, falls er auf Youtube verschwinden sollte. Beherztes, selbständiges, kluges Handeln lohnt, mehr als das Gejammere über die Gemeinheiten von Big Tech.

Das, liebe Freunde, ist Amerikanismus im besten Sinne!