Opferkult und -nutzen

Wertvoll auch dann, wenn man – wie Theodore Dalymple – Einwände gegen Ayn Rands Philosophie führen würde. Zur gerne übersehenen und deshalb besonders wichtigen Rolle freiwilliger Zuwendung von Gönnern, wo der Aufstieg von “ganz unten” nach “ganz oben” in Rede steht, vgl. Luigi Zingales, “Who killed Horatio Alger?“.

Dennis Prager: The Left Ruins Everything

Das hätte ich kaum schöner zusammenfassen können. Wenn Sie “everything” zu allgemein finden – man soll ja nicht verallgemeinern, wie Ihnen gewisse Lehrkräfte zu verallgemeinern beigebracht haben (oder dergleichen zumindest versuchten) -, sei sogleich spezifiziert: die Universität, bildende Kunst, Literatur, spätabendliche Unterhaltungsshows im Fernsehen, die Religion, die Beziehungen zwischen US-Amerikanern unterschiedlicher Hautfarbe, die Institution der Pfadfinder (Boy Scouts) und das Selbstverhältnis von Jungs und Mädchen.

Schauen Sie sich das knapp sechsminütige Video bitte hier oder hier an.

(Beitragsbild: Screenshot aus dem Video.)

Confidence

Einer der besseren Right Angles (ehemals Trifecta) über die Frage, weshalb die USA den nächsten Großkonflikt nicht verlieren werden. Selbstvertrauen und Dankbarkeit zu rechten Anteilen gemischt – ein Genuß. Und die Euroweenies unter uns, sie sollten sich zu Gemüte führen, was Stephen Green – oder Esteban Verde – (ab 3′ 35”) über Spielsüchtige zu sagen hat: jene seien, so Green, vernarrt in das Gefühl des Verlierens.

Nicholas J. Freitas über den Zweiten Verfassungszusatz

Eine hörenswerte Rede im House of Delegates des US-Bundesstaats Virginia. Beachten Sie das große Szepter vor der Bank des Sprechers.

Herr Freitas streift nicht nur das Recht auf Waffenbesitz, sondern auch andere Punkte, z.B. die Vorliebe für krude Ad-hominem-Argumente auf der Linken und deren Implikationen für dasjenige, was Debattenkultur zu nennen kaum noch möglich wirkt. (Sie werden kaum glauben, welche Freude es mir bereitet hat, das Attribut “krude” zu setzen.)

Postfaktische Mathematik

Schönes Video über eine Welt, in der die regulative Idee der Wahrheit keine Rolle mehr spielt und die “Selbstachtung” des Individuums das Wichtigste ist. Die Pointe am Ende ist nicht lediglich versöhnlich; sie weist auf den Performativen Selbstwiderspruch hin, in dem sich Relativisten gleich welcher Couleur zu verfangen pflegen.

Simpsons Paradox

Es wird gern behauptet, daß das Haushaltseinkommen der Mittelklasse ökonomisch stagniere, um daraus – natürlich! – Argumente gegen den bösen, bösen Kapitalismus zu drechseln. Dieses äußerst interessante Video verdeutlicht, wie wichtig es ist, soziologische Faktoren in das Bild aufzunehmen: es wird heutzutage weniger häufig geheiratet, dazu häufiger die Scheidung gesucht. Das wirkt sich unweigerlich auf die Statistik aus. Nehmen wir zwei Haushalte mit je zwei Verdienern, die alle vier ein ähnliches Einkommen haben. Kommt es in einem dieser Haushalte zur Scheidung, verfügen die beiden neu entstehenden Single-Haushalte über geringere Einkünfte als der verbleibende Haushalt mit zwei Verdienern.  Und das natürlich auch, wenn jeder dieser vier Verdiener sein individuelles Einkommen in den letzten Jahren um, sagen wir, zwanzig Prozent (inflationsbereinigt) gesteigert hat.

Nichts als Schwierigkeiten, meine antikapitalistisch gesonnenen Freunde. Diese verdammte Empirie…