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Medien mit Einschlag

Bill Whittle über Manipulationen von Seiten amerikanischer Medien im Zusammenhang mit den, nun, jüngsten Geschehnissen in den USA. Sehr empfehlenswert, da „nah am Text“ gearbeitet, obgleich man einwenden könnte, daß der Film ohne die abschließende Sequenz über George Soros überzeugender wäre.

In jedem Falle sind dergleichen Einseitigkeiten kein bloß amerikanisches Problem. Wie Boris Reitschuster mitteilt, begreifen sich laut einer Verbandszeitschrift für Journalisten 92 Prozent der ARD-Volontäre als Anhänger der Grünen, der Linken oder der SPD. Mit diesem Hinweis will ich nicht unterstellen, daß jene Volontäre ihren Job mit Täuschungsabsicht (mala fide) machen werden. Doch läßt sich auf die Gestirne schließen, nach denen sie ihren geistigen Kurs abstecken.

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Von abgestanden Feindbildern

Über eine erwartbar „fortschrittliche“ Theater-Inszenierung in unserer glücklosen Hauptstadt (vor dem großen Lockdown) berichtet Juri Tonal auf dem Blog en arrêt!:

Die Eintönigkeit und Ideenlosigkeit der antiamerikanischen Kulturszene in Deutschland deutet auf ein tiefsitzendes Ressentiment. […] Willkommen im Berliner Kunstbetrieb. Wenn die neueste Aufführung im Berliner Ensemble also als ein “Debüt nach Maß” [(RBB)] beschrieben wird, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es sich um Schrott handelt. […]

In Ubu Rex, das seit dem 13. Februar 2020 im Berliner Ensemble zu sehen ist, versucht sich Stef Lernous an einer Neufassung des Klassikers von Alfred Jarry, der 1896 einen gefräßigen, ordinären König inszenierte. Dieser geht auch über Leichen, um Macht und Einfluss zu gewinnen. Jarrys Original ist eine Herrschaftskritik, wenn man so will, die 1896 für einen echten Skandal sorgte, als die Uraufführung wegen Tumulten unterbrochen wurde. Der Autor der 2020er-Neufassung will dieses Stück ins Heute übersetzen. 

Es sei “[e]in ehrgeiziger Abend”, schreibt eine Autorin der Berliner Zeitung. Vorgenommen hat sich der Regisseur ein Stück über Donald Trump und den Verfall der Werte in Zeiten des Fernsehens. Zumindest mutet es so an: “Auf der Bühne sieht es aus wie bei Trumps unterm Sofa”, schreibt die Berliner Zeitung. Zwischen Chipstüten, heruntergekommenen Möbeln und Reality-TV thront Pa Ubu, der im Original von Alfred Jarry König Ubu ist. Es folgt diese Szene: “‘Gott hat die Welt nach seinem Ebenbild geschaffen. Gott ist rund. Ich bin rund’, und Pa schaut stolz an seinem Fettwanst hinunter über das gelb versiffte Hemd und die Schlabberkurzhose hinweg. ‘Also bin ich Gott!’” Da bleibt kein Auge trocken. Es ist das Bild der ungebildeten Unterschicht mit ihren fettleibigen Körpern und verschmutzter Kleidung, eine Symbolik der – natürlich selbstverschuldeten – Verkommenheit. Man könnte in ihr die Kehrseite der Kapitalgesellschaft erkennen, aber um die geht es nicht. Die Unterschicht mag man hier ohnehin nicht und zum Glück wohnt die jetzt in Amerika.

Der ganze Text, der im weiteren Verlauf u.a. Dan Diner aufbietet, ist hier zu finden.

Bild: Pixabay.

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Trump, Mattis, Steinhöfel, Goldman, Salamander

Joachim Steinhöfel bemerkt zum Abgang von General James Mattis:

Der Syrien-Abzug ist eine unentschuldbare, gravierende Fehlentscheidung. Ebenso fatal wie Obamas Abzug aus dem Irak, der IS erst möglich gemacht hat. Die Konsequenzen könnten diesmal noch schwerwiegender sein. Der Rücktritt des großen James Mattis ist ein Mißtrauensvotum gegen Trump, das seine Eignung zur Präsidentschaft auch bei seinen Anhänger[n] nachhaltig in Frage stellen muß.

Das wäre zu diskutieren. David P. Goldman (Spengler) begrüßt Trumps Maßnahme und empfiehlt den USA, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: den Technologie-Wettstreit mit der Volksrepublik China. Es sei schädlich, Ressourcen zu verpulvern, wenn sie anderswo gebraucht werden. Desto mehr, da man in diesem neuen Kalten Krieg schon jetzt im Hintertreffen sei. Auch der wackere Cdr Salamander empfiehlt, sich aus Syrien zu verabschieden:

It is only our circus and our monkeys if we stay long enough. Time to go.

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Pleni sunt caeli et terra maiestatis gloriae tuae Religion Stil im Alltag

Happy Hanukkah!